Freitag, 12. Dezember 2008

Shotover Canyon Swing


Gimp Boy Goes to Hollywood.


Flips.


So, wir sind gerade in Te Anau angekommen und ich habe jetzt auch ein bisschen Zeit um etwas zu schreiben. :)

Um Viertel vor Elf sollte ich an der Geschäftsstelle von Shotover Canyon Swing sein. Dort musste ich dann natürlich erstmal unterschreiben, dass niemand Schuld daran hat, wenn ich am Fels zerschellen sollte oder mentale Störungen davon trüge. Danach wurde ich gewogen und musste entsetzt feststellen, dass ich die fünf Kilogramm die ich durch unsere Spaghetti-Diät abgenommen hatte wieder drauf habe. Ich bekam, warum auch immer, einen Schneemann auf die rechte Handrückseite gemalt und stieg zusammen mit einem britischen Mädel in das kleine Shuttlebusschen ein, das uns rauf in den Canyon fuhr, zusammen mit unseren beiden Jump Masters. Unterwegs sammelten wir noch vier weitere Jungs ein, die allesamt taubstumm waren - interessante Truppe also. ;)

Oben angekommen, liefen wir dann ein paar Minuten zu der Absprungstation. Es wurde gar nicht lange herumgefackelt und nach wenigen Minuten ging es auch schon los. Uns wurden die Sicherheitsharnische angelegt und wir warteten einer nach dem anderen auf unseren Sprung. Man kann aus 10 verschiedenen Styles auswählen, wie man springen möchte und im Nachhinein muss ich sagen, dass es wirklich viel ausmacht, wie man den Sprung an sich wahrnimmt. Fast alle von uns haben daher auch zwei Sprünge gemacht. Neben den beiden Sprüngen die ich gemacht habe, Gimp Boy Goes to Hollywood und Flips, gab es noch einen dritten der mich sehr interessiert hätte, aber danach hätte ich wirklich für den Rest des Urlaubs mitten in der Wildniss von Brot und Wasser leben müssen. ;) Dabei wird man auf einem Stuhl festgeschnallt und lehnt sich rückwärts über die Kante. Das haben drei der Taubstummen gemacht und es sah genial aus! :)

Wie es ist, sich über 100 Meter in die Tiefe zu stürzen, ist schwer zu beschreiben und es nimmt wohl jeder für sich anders wahr, dazu kommen ja noch die verschiedenen Styles. Auf jedenfall ist es supergeil! ;) Für mich war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Einen Adrenalinrausch hatte ich irgendwie nicht, da gab es schon ganz andere Situationen im Urlaub. *hust* ;) Aufgeregt war ich auch nicht so richtig, das einzige Mal ist es mir am Morgen im Hostel aufgefallen, als ich beim Frühstücken einen höheren Puls als sonst hatte. Ich glaube man realisiert das ganze einfach nicht richtig, wenn man in der Nähe der Kante steht.

Als ich dann Kopfüber über dem Canyon hing, meinte einer der beiden Jump Masters, er zähle nun einen Countdown und ich hatte mich fest darauf eingestellt dass er schon zwischen 4 und 3 den Haken ziehen wird, das machen sie fast jedesmal. ;) Als ich aber gerade am Einstellen war, wurde mir bewusst, dass ich schon am Fallen war. Dann nahm ich für ein paar Sekunden den Fall selbst war, allerdings ohne dieses Magenumdrehen-Gefühl - eher ein Schnell-Motorradfahren-Gefühl inkl. Tunnelblick, nur halt irgendwie vertikal. ^^ Unten im Canyon schwingt man dann noch ein paar mal den 200 Meter-Bogen, was aber eher etwas Gemütliches hat. Den Übergang vom Fall in den ersten Bogen merkt man allerdings gar nicht und so "fällt" man eigentlich noch die erste Hälfte des Bogens mit, danach wird man langsamer. Beim Hochziehen kann man dann nochmal die herrliche Aussicht im Canyon genießen.

Der zweite Sprung war ganz anders. Erstens springt man ja aktiv und den Fall selbst nahm ich wegen den ganzen Flips nicht so sehr wahr wie beim ersten Mal, ich sah aber so ziemlich jede Richtung während des Falls, wirklich ne ganz andere Erfahrung. Das einzig blöde an der Sache war, dass sich das Seil mit jedem Flip einmal verdreht hatte und als ich unten im Canyon ausschwang, ging der Spaß erst richtig los. Wie die meisten von euch wissen, langt es ja schon, wenn ich mich einmal schnell um 360° drehe, dass mir schlecht ist. Das war es aber definitiv Wert. ;)

Man muss das einfach mal selbst machen und nicht so sehr auf andere hören - man wird es so oder so auf eine ganz eigene Art wahrnehmen. Was ich aber immer raten würde, wäre, aus mindestens 100 Meter zu springen wenn man denn die Möglichkeit dazu hat, denn die meisten Bungee Jumps, sei es nun hier in Queenstown oder auf irgend einem Jahrmarkt, sind nur zwischen 40 und 50 Meter hoch. Bis man da realisiert, dass man fällt, ist es garantiert schon wieder vorbei. :)

WOOOOOOHOOOOOO!!!


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4 Kommentare:

Basti hat gesagt…

"Would u like to go again?"
"Maybe, but i don't have the money."
Oh, suuuuuure!!!! ;P

David hat gesagt…

YEAH, wie geil is das denn? will auch... :)

Petra hat gesagt…

Wahnsinn!!! Beschreib doch mal, wie Du den freien Fall empfunden hast. Ist es beim 2. Mal immer noch so, wie beim 1. Mal?

Stefan hat gesagt…

So ihr Leut, s'gibt jetzt auch Text. :)