Als wir aus dem Wasser sind, bin ich in ein ominöses Loch unterhalb der Wasseroberfläche getreten, hingeflatscht und hab mir meinen linken Fuß verdreht. Das ganze bei vollem Tempo - muss von weitem ziemlich lustig ausgesehen haben. Gestern Abend war der Fuß nur etwas angeschwollen aber heute Morgen war an ein Auftreten nicht mehr zu denken. :( Also hab ich mir ein Taxi zum Krankenhaus genommen und dort den Morgen verbracht. Der Arzt meinte, dass ich wohl ein wenig Glück im Unglück hatte, da wahrscheinlich keine Bänder gerissen sind sondern nur stark überdehnt. Für die nächsten paar Tage heißt es aber Fuß hoch, kühlen und Ruhe.

Da ich nun viel Zeit habe, schreibe ich mal ein wenig über die letzten paar Tage.
Der Flug von Frankfurt nach Sydney verlief bis auf wenige Turbulenzen eigentlich sehr gut, auch wenn einem die 27 Stunden wie drei Tage vorkommen. Der Flughafen in Singapur ist sehr beeindruckend, da dort alle Terminals in einem Gebäude sind. Wir hatten eine Stunde Aufenthalt und haben es nur bis zur Hälfte des Gebäudes geschafft, trotz diesen Laufbändern die es dort eines nach dem anderen gibt. Das muss man sich so vorstellen, dass man in einem sehr großen, geraden Gang steht, und man das andere Ende nicht wirklich sehen kann, da alles in einem Fluchtpunkt verschwindet. :)
Von unserem ersten langen Tag in Sydney und Peter habt ihr ja schon gelesen. Erwähnenswert ist vielleicht noch der botanische Garten bzw. Park, in dem an einigen Bäumen hunderte richtig große Fledermäuse hängen, herumkletterten und manchmal auch zwischen den Bäumen hin und her fliegen.
Am zweiten Tag sind wir mit der Fähre zum Taronga Zoo gefahren, der als einer der schönsten Zoos der Welt gilt. Dort ist alles sehr schön angelegt und es gibt eine Menge zu sehen. Auf unserer Google Map haben wir ein Foto von einem Koala platziert. Normalerweise hängen die Viecher einfach nur im Baum und schlafen zusammengekauert den ganzen Tag. Wir hatten Glück, dass sich wenigstens einer mal kurz umgeschaut hat. :)
Am dritten Tag in Sydney sind wir dann ins Aquarium gegangen, das zwar etwas klein ist, aber ein paar Highlights zu bieten hat, allen voran ein Schnabeltier. Beeindruckend waren aber auch die Haie in den großen Becken, unter denen man teilweise durch einen Glastunnel gehen kann. Danach sind wir durch das Altstadtviertel The Rocks zur Habour Bridge gelaufen, die wir dann auch überquert haben. Zurück sind wir dann aber mit dem Zug. ;)
Am vierten Tag ging unser Flug nach Cairns, wo wir zur Zeit auch noch sind. Am Tag nach der Ankunft sind wir mit der Scenic Railway die Berge hoch nach Kuranda im Regenwald gefahren. Die Zugfahrt an sich war schon schön, auch wenn es eine kleine Mogelpackung ist. Zum Beispiel sind von den 45 Brücken, die überquert werden, vielleicht eine Handvoll länger als 10 Meter, richtig beeindruckend nur eine einzige. Dass die Barron Falls fast komplett ausgetrocknet waren, war allerdings schon etwas mehr enttäuschend, da ich mich darauf am meisten gefreut hatte. Zur richtigen Zeit rauschen dort gigantische Wassermengen fast 300 Meter in die Tiefe, wie man zum Beispiel hier sehen kann.

Kuranada selbst ist nicht zu empfehlen. Das kann man sich wie den Europapark vorstellen, nur ohne die ganzen Attraktionen, dafür um so mehr Souvenierläden und Restaurants. Das Butterfly Sanctuary, Bird World und die Koala Gardens sind zwar ganz nett aber wirklich nichts besonderes. Dort ist man jeweils in einer halben Stunde durch. In Bird World hat mir ein kleiner Vogel der sich öfter unbemerkt auf meinen Arm gesetzt hat einen rießen Schrecken eingejagt. ^^ Alle gucken auf die großen, bunten und meistens handzahmen Vögel und ZACK, krallt sich ein kleiner unscheinbarer, aber rotzfrecher und überraschend intelligenter Vogel fest. Ein anderer Vogel hat mich gebissen, um an die Traube zu kommen, die ich zwischen meinen Fingern fest hielt. :)
Um den Touristenwahnsinn zu entkommen sind wir den Jungle Walk um Kuranda gelaufen, der zum Teil gar nicht mehr benutzt wurde. Um an das eine Ende zu kommen, muss man eine Böschung herunter und ein kleines Stück über die Gleise laufen, sehr urig. Wir haben sogar drei etwas größere Laufvögel im Unterholz entdeckt. Gegen Ende sind wir auch mal vom Weg ab und auf schmalen Pfaden durch den Regenwald gelaufen, was mal was anderes war. ;)
Am Nachmittag sind wir dann mit einer Gondel über die Berghänge wieder herunter an die Küste gefahren. Für die 7,5 km lange Skyrail, die mitten durch bzw. über den dichten Regenwald führt braucht man eine gute Stunde. Kurz vor der Talstation haben wir unsere ersten wilden Kängurus gesehen, die in einem Feld standen. Kängurus sind hier so ziemlich das genaue Pendant zu den Rehen bei uns.

Gestern waren wir dann am Palmcove Beach wie schon geschrieben, wo ich mir dann den Fuß verdreht hab. Wir freuen uns schon auf den Cape Tribulation National Park nördlich von Port Douglas, wo es dann wirklich Strände gibt, die unmittelbar an den Regenwald angrenzen und meistens nur mit einem Allradfahrzeug zu erreichen sind. Vielleicht werden wir uns einen solchen ausleihen und einen Tag durch den Park hoch nach Cook Town fahren, dort übernachten und dann wieder zurück - mal sehen. An den Stränden hier steht immer nur eine Reihe Palmen und dahinter befindet sich gleich die Straße oder Strandpromenaden, auch wenn einem die Bilder in den Prospekten einen anderen Eindruck vermitteln. ;)
Vielleicht hört ihr wieder aus Port Douglas von uns, bis dann. :)
4 Kommentare:
PalmCove war ich auch!! Neben Mission Beach einer der schönsten Strände die ich auf dem Festland gesehen habe. Das mit dem Fuss is ja mies, da muss die nächste Jungle Wanderung wohl etwas warten. Aber keine Angst, nach 1-2 Wochen kannste bestimmt wieder laufen. Frag mal die Einheimischen, ich glaub das sind gar keine Fledermäuse sondern Flying Foxes in den Bäumen. Ansonsten: Wenn ihr ans Reef wollt, ist Cairns/Port Douglas der perfekte Ausgangspunkt. Von dort fahren die meisten Fähren. Viel Spass noch!
Na dann wünsch ich deinem Fuß mal gute Besserung
Das mit Deinem Fuß tut mir leid, aber, wie Du schon selbst sagtest: "Du ziehst die Sch... förmlich an." Hoffe es kommt net noch schlimmer. Alles Gute und komm bald wieder auf die Beine.
Ohje, is ja gut das der Tobi extra 2KG Erste Hilfe Sachen eingepackt hat ;)
Wünsche dir auf jedenfall gute Besserung, bei der Umgebung und dem Ausblick dürfte Entspannung und ein guter Heilungsprozess ja kein Problem sein :D
cu tobi
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